80. Jahrestag des Beginns des Krieges in der Sowjetunion

Am 22. Juni 2021, dem Gedenk- und Trauertag, fand auf dem Soldatenfriedhof in Klein-Zimmern eine Gedenkveranstaltung unter Beteiligung des Generalkonsuls I.B.Hotulev, des Bürgermeisters von Groß-Zimmern A. Grimm, des Leiters der hessischen Abteilung des Volksbundes Deutschen Kriegsgräberfürsorge W.Krause, des Erzpriesters der Kirche der Hl. M. Magdalena in Darmstadt K. Grintschuk, des Leiters der Kaiserlichen Orthodoxen Palästina – Gesellschaft in Darmstadt D. Sudobin und von über 100 weiteren geladenen Personen statt.

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Im Namen der Einwohner Deutschlands hielten der Bürgermeister von Groß-Zimmern A. Grimm, im Namen aller Russen der Generalkonsul I.B.Hotulev, sowie der Leiter der KOPG e.V. D. Sudobin die Reden. An diesem Tag wurde auf dem Friedhof das Kriegslied „Katyusha“ in russischer und deutscher Sprache aufgeführt. Zur Gedenkfeier gehörten auch die Anbringung von Tontafeln mit den Namen sowjetischer Kriegsgefangener auf einer eigens angefertigten Eichenstele, die Niederlegung von Kränzen und Blumen sowie die Eröffnung einer zweisprachigen Informationstafel über das Leben von mehr als 400 russischen Soldaten, die auf dem Friedhof begraben sind.

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Die Initiative „Wir schreiben eure Namen“ wurde 2017 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ins Leben gerufen. Rund 55 Schüler der örtlichen Schulen (Goetheschule Dieburg, Dr.-Kurt-Schumacher-Schule Reinheim, Albert-Schweitzer-Schule Groß-Zimmern, Bischof-Ketteler-Schule Groß-Zimmern) produzierten Namensschilder von 80 sowjetischen Kriegsgefangenen. Das erste von ihnen wurde von den Urenkeln des Rotarmisten Nikita Iwanowitsch Larschin (1903 – 1944) gegründet. Im Zuge weiterer Projekte werden die Namen der verbliebenen 300 Kriegsgefangenen nach und nach auf die Stelen geschrieben, die entlang des Militärgrabes aufgestellt werden.