Bewahrung der historischen Erinnerung

Zur Bewahrung der historischen Erinnerung dienen Veranstaltungen zu Feiertagen und Ereignissen, die in der Vergangenheit wichtig waren und in denen die  Verbundenheit von Darmstadt und Russland und unserer orthodoxen Kirche zum Asudruck kommen

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Zu unseren Zielen und Aufgaben gehört die Bewahrung des geschichtlichen Erbes. Das heißt konkret, die historischen Verbindungen im Zeitraum vom 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, zwischen Deutschland (konkret Hessen Darmstadt) und Russland bewußt zu machen und gezielt zu vergegenwärtigen. Hierbei arbeiten wir ganz im Sinne einer landes- und ortsgeschichtlichen und kirchengeschichtlichen Forschung.

 

Seinen Ausdruck findet unsere Arbeit in der Pflege einer öffentlichen Erinnerungs-kultur in einem vielfältigen Spektrum von Initiativen und Aktionen. Einen Schwerpunkt bildet dabei die gezielte Sammlung und Archivierung von Dokumenten, oder deren Kopien, mündlichen Überlieferungen so weit noch möglich und Gegenständen aus Nachlässen so weit noch vorhanden. Deren wissenschaftliche Aufarbeitung bietet Grundlagen für eine kontinuierliche öffentliche Dokumentation in Form von Ausstellungen, Büchern und sonstigen medialen Darstellungen.

 

Neben diesen eher ereignisabhängigen Formen spielen auch Gedenkstätten, Gedenktage und Denkmäler eine größere Rolle. Bestimmte Anlässe, wie zum Beispiel die „Elisabethen- Tage“, anlässlich der Geburt der Großfürstin Jelisaweta Fjodorowna (Elisabeth von Hessen-Darmstadt), geben immer wieder Impulse für in der Regel kurzfristige, aber dafür intensive gesellschaftliche Diskussionen über einzelne Themenbereiche.

Ein ganz besonderes Ereignis ist der jährlich stattfindende Bischöfliche Festgottesdienst zum Gedenken an die Heilige Märtyrer Zarenfamilie.

 

Darüber hinaus arbeiten wir an Projekten, wie zum Beispiel die Restaurierung vorhandener Denkmäler und Gedenkstätten. Ebenso befassen wir uns mit Konzeptionen für neue Denkmäler, etwa für unsere Heilige Elisabeth (Ella), die ja aus Darmstadt stammt.

 

Besonders am Herzen liegt uns der Ersatz des provisorischen Geläutes im Glockenturm in der Kirche der Hl. Maria Magdalena, durch einen der Würde dieser Kirche entsprechenden Glockensatz. Wir glauben, daß hierdurch dieses bei der Darmstädter Bevölkerung  recht beliebte und schöne Glockenspiel zum Lobe Gottes, für noch größere Freude sorgen wird.

Die Beschäftigung mit verschiedenen Erinnerungskulturen trägt zu einem besseren Verständnis der zu Grunde liegenden historischen Ereignisse und der Vielfalt der Erinnerungen bei, insbesondere in einem multiethnischen Kontext, wie man ihn in der europäischen Geschichte öfter antrifft.

 

In Darmstadt fanden die Elisabethen-Tage statt